Eigenkapital
Was ist Eigenkapital?
Das Eigenkapital ist eine Bilanzkategorie, die grundsätzlich dem Nettovermögen eines Unternehmens entspricht, d. h. dem Wert der Vermögenswerte abzüglich der Verbindlichkeiten und Rückstellungen für Verbindlichkeiten. Es umfasst nicht nur die von den Eigentümern eingebrachten Einlagen, sondern unter anderem auch die aus Gewinnen gebildeten Rücklagen sowie das Jahresergebnis des Unternehmens. Übersteigt der Wert der Verbindlichkeiten und Rückstellungen für Verbindlichkeiten den Wert der Vermögenswerte, kann das Eigenkapital einen negativen Wert annehmen.
Wie wird das Eigenkapital in der Bilanz ausgewiesen?
Die Darstellung des Eigenkapitals hängt von der Art des Unternehmens sowie vom verwendeten Formular für den Jahresabschluss ab. Bei Kapitalgesellschaften, die ihre Bilanz gemäß Anhang Nr. 1 zum poln. Rechnungslegungsgesetz erstellen, umfasst das Eigenkapital unter anderem das grundlegende Kapital (Stamm-/Grundkapital, im Falle von der einfachen AG (P.S.A.): das Aktienkapital), die Rücklagen, die Neubewertungsrücklage, sonstige Rücklagen, den Gewinn oder Verlust aus den Vorjahren sowie den Jahresüberschuss oder -fehlbetrag des laufenden Geschäftsjahres, unter Berücksichtigung der entsprechenden gesetzlich vorgesehenen negativen Posten.
Rechtsgrundlage: insbesondere § 36 und § 46 des poln. Rechnungslegungsgesetzes sowie Anhang Nr. 1 zu diesem Gesetz.
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